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Förderung der Menschenrechte und Aufbau einer harmonischen Welt
2006/11/28

Das Internationale Symposium für Menschenrechte ist am Freitag in Beijing zu Ende gegangen. Das Motto des Symposiums lautete "Respektierung und Förderung der Menschenrechte und Aufbau einer harmonischen Welt". Daran nahmen mehr als 70 Experten und Wissenschaftler aus 20 Ländern und Gebieten teil. Sie erörterten die Beziehungen zwischen der Förderung der Menschenrechte und dem Aufbau einer harmonischen Welt. Sie meinten einstimmig, eine Förderung der Menschenrechte sei ein effektiver Weg zur Beseitigung der Zwietracht und zur Realisierung einer harmonischen Welt.

Auf der Feier zum 60-jährigen Bestehen der UNO im September 2005 sprach Chinas Staatspräsident Hu Jintao über Ideen zum Aufbau einer harmonischen Welt. Auf dem diesjährigen Symposium diskutierten die Teilnehmer die damals vorgelegten Ideen.

Professor Chang Jian von der Nankai-Universität wies im Namen chinesischer Experten darauf hin, dass die Wahrung der Menschenrechte wichtiger Inhalt und unabdingbare Grundlage zum Aufbau einer harmonischen Welt sei. Eine harmonische Welt wiederum sei Ziel und gleichzeitig Voraussetzung für die Wahrung der Menschenrechte. Wettrüsten, Machtpolitik, Unilateralismus, Terrorismus, Rechtsextremismus, das wirtschaftliche Gefälle zwischen Nord und Süd sowie Umweltverschmutzung seien Barrikaden beim Aufbau einer harmonischen Welt. Für eine harmonische Welt brauche man Dialog, nicht Antagonismus, Zusammenarbeit und nicht Konflikt, fuhr Chang fort.

"Beim Aufbau einer harmonischen Welt ist das Prinzip von Gleichberechtigung und Respekt vor der Souveränität aller Länder der wichtigste Grundsatz. Alle Länder sollen einander politisch respektieren, einander wirtschaftlich fördern, kulturell voneinander lernen und in Sicherheitsfragen miteinander kooperieren. Bei der Umsetzung der Menschenrechte müssen die Unterschiede in der Geschichte und in der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Länder anerkannt werden."

Eine harmonische Welt brauche umfassenden Dialog und eine weltweite Zusammenarbeit aller Länder. Dialoge dienten ihrerseits dem Aufbau einer harmonischen Welt, sagte Li Yunlong von der Chinesischen Forschungsvereinigung für Menschenrechte.

Ausländische Experten teilen diese Ansichten. Professor Roberto Saba aus Argentinien sagte:

"Wir sind der Meinung, dass manche Herangehensweise in der Menschenrechtsfrage verändert werden müsste. Es wurden immer wieder einige Länder für ihren Umgang mit den Menschenrechten kritisiert. Man sollte weniger kritisieren, sondern größeren Wert auf den Dialog bezüglich der Menschenrechte legen. Dialog dient der Anerkennung und Wahrung der Menschenrechte durch die internationale Gemeinschaft."

Der vietnamesische Menschenrechtsexperte Dang Dung Chi sagte, Respekt vor den Menschenrechten bedeute, dass jeder Mensch in Würde leben kann. Man solle durch intensive Aufklärung über die Menschenrechte international das Bewusstsein für die Menschenrechte aufbauen.

Auch andere ausländische Teilnehmer brachten ihre Meinungen zur Förderung der Menschenrechte und zur Herbeiführung einer harmonischen Welt zum Ausdruck. Der kubanische Wissenschaftler Miguel Martinez sagte, die innere Harmonie eines Landes benötige den umfassenden Schutz der Menschenrechte, während die Harmonie der internationalen Gemeinschaft Gleichberechtigung und Respekt der Souveränität jedes einzelnen Landes bedürfe. Die Harmonie der internationalen Gemeinschaft stelle eine wichtige Garantie für die innere Harmonie eines Landes dar.

Der Berater des brasilianischen Sondersekretariats für Menschenrechte Murilo Vieira Komniski zeigte sich besorgt über den Trend zum Unilateralismus in den letzten Jahren. Er betonte, dass Multilateralismus, Süd-Süd-Kooperation und Förderung der regionalen Integration ein Hoffnungsweg seien, auf dem man auf der Grundlage der Solidarität die Menschenrechte fördern und eine harmonischere Welt herbeiführen könne.

Der stellvertretende Leiter der Chinesischen Forschungsvereinigung für Menschenrechte Jin Jian fasste auf der Abschlusszeremonie im Namen aller Teilnehmer die Ergebnisse des Symposiums zusammen:

"Die Teilnehmer sind sich einig, dass eine harmonische Welt wissenschaftlich bedeutungsvoll und ein idealer Zustand des menschlichen Lebens ist. Es ist richtig und wertvoll, dass sich die Völker aller Länder um eine harmonische Welt bemühen. Da die Menschenrechte nicht überall und ausreichend respektiert und geschützt werden, gibt es zurzeit in der Welt noch viele disharmonische Erscheinungen. Die Entwicklung der Menschenrechte zu fördern ist ein effektiver Weg, die Disharmonie zu beseitigen und eine harmonische Welt zu realisieren."

(China.org.cn, 27. November 2006)

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