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Förderung der strategischen Partnerschaft neuen Typs zwischen China und Afrika
2007/11/20

Am Sonntagabend ist in Beijing ein Empfang anlässlich des ersten Jahrestages des Beijinger Gipfels des China-Afrika-Kooperationsforums abgehalten worden. An der Veranstaltung nahmen der chinesische Staatskommissar Tang Jiaxuan sowie 200 Botschafter und Gesandte aus verschiedenen afrikanischen Ländern teil. Tang Jiaxuan sagte dabei in einer Rede, die Erfolge auf dem Gipfel würden weiterhin umgesetzt, und auch die strategische Partnerschaft neuen Typs zwischen China und Afrika werde kontinuierlich gefördert.

Das China-Afrika-Kooperationsforum wurde Anfang November vergangenen Jahres in Beijing abgehalten. Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Vertreter aus 48 afrikanischen Ländern nahmen daran teil. Es handelte sich dabei um die ranghöchste und umfangreichste Aktivität zwischen China und Afrika seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Seiten vor 50 Jahren. Auf dem Gipfel diskutierten chinesische und afrikanische Politiker gemäß dem Motto „Freundschaft, Frieden, Kooperation und Entwicklung" die weitere Vorgehensweise in den chinesisch-afrikanischen Beziehungen. Auch gehörte die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Entwicklungsländern zu den Themen des Gipfels. Zudem wurde im Rahmen des China-Afrika-Kooperationsforums eine Deklaration verabschiedet. Darin zeigten sich beide Seiten bereit, eine strategische Partnerschaft neuen Typs zwischen China und Afrika zu errichten. Diese Partnerschaft neuen Typs ist von gegenseitigem politischem Vertrauen, wirtschaftlicher Kooperation und kulturellem Austausch geprägt.

Im Auftrag der chinesischen Regierung kündigte deshalb der chinesische Staatspräsident Hu Jintao acht politische Maßnahmen zur Verstärkung der bilateralen Zusammenarbeit sowie zur Unterstützung der Entwicklung Afrikas an.

Im Rahmen des Gipfels im vergangenen Jahr wurden auch verschiedene Aktivitäten durchgeführt, dank derer die beiderseitigen politischen Beziehungen weiter entwickelt, die pragmatische Zusammenarbeit intensiviert und die Solidarität zwischen beiden Seiten noch mehr verstärkt werden konnten. Dazu sagte Tang Jiaxuan:

China hat aktiv die acht politischen Maßnahmen umgesetzt. Die finanzielle Hilfe für Afrika wurde erweitert, der Schuldenerlass sowie verschiedene Zollerleichterungen wurden im Wesentlichen vollendet. Zudem konnten die Grundlagen für das AU-Konferenzzentrum gelegt werden. Ein chinesisch-afrikanischer Entwicklungsfonds wurde ohne Schwierigkeiten in Gang gesetzt. Auch die Vorhaben hinsichtlich der medizinischen Versorgung, der landwirtschaftlichen Zentren sowie der Bildung auf dem Land wurden beschleunigt umgesetzt."

Im Rahmen der landwirtschaftlichen Hilfe, die Teil der erwähnten acht politischen Maßnahmen ist, hat China zugesagt, innerhalb von drei Jahre in Afrika zehn spezielle Agrarzentren aufzubauen. Außerdem sollen 100 technische Experten aus dem Bereich der Landwirtschaft entsandt werden. Als erster Erfolg gilt hier die Inbetriebnahme solch eines landwirtschaftlichen Zentrums in Mosambik.

Zudem sagte die chinesische Regierung zu, in verschiedenen afrikanischen Ländern 30 Zentren zur Malariavorbeugung aufzubauen. Auch hier wurde bereits die erste derartige Einrichtung eröffnet, nämlich im Februar dieses Jahres in Liberia.

Darüber hinaus wurden in China in diesem Jahr mehr als 4.000 Fachleute aus Afrika in verschiedenen Fachbereichen ausgebildet. Auch konnten bei der Zusammenarbeit in den Bereichen Finanzen, Wissenschaft und Technik sowie zivile Luftfahrt neue Durchbrüche erzielt werden. Von Januar bis September 2007 betrug außerdem das bilaterale Handelsvolumen 52,3 Milliarden US-Dollar, zirka 30 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Tang Jiaxuan sagte weiter, die Freundschaft und die Kooperation zwischen China und Afrika dienten den grundlegenden Interessen beider Seiten. Zudem komme diese Zusammenarbeit auch dem Frieden, der Stabilität und der Entwicklung in der Region sowie in der Welt zugute. China werde weiterhin unbeirrt mit den afrikanischen Ländern zusammen die strategische Partnerschaft neuen Typs fördern.

China wird zusammen mit den afrikanischen Ländern weiterhin koordiniert zusammenarbeiten und die Erfolge des Beijinger Gipfels umsetzen. In diesem Sinne gelten besonders die von China zugesagten acht politischen Maßnahmen. China will kontinuierlich die bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Investitionen, Technik sowie Projektaustausch vorantreiben. Damit wird eine umfassende, ausgewogene und nachhaltige Entwicklung des bilateralen Handels realisiert."

Der kamerunische Botschafter in China Eleih-Elle Etian würdigte im Rahmen der Festveranstaltung ebenfalls die Erfolge des Beijinger Gipfels. Etian sagte, der Beijinger Gipfel sei eine Sitzung voller Erneuerungen gewesen. Diese historische Konferenz habe eine neue Grundlage für die freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Afrika gelegt. Afrika wolle auch weiterhin mit China kooperieren, um so die bilaterale Partnerschaft gemeinsam auf ein neues Niveau zu bringen.

„Bei der Umsetzung der Erfolge des Beijinger Gipfels sind in vielerlei Hinsicht Fortschritte erzielt worden. Wir hoffen trotzdem auf eine effektivere Zusammenarbeit in der Zukunft. Dies ist gerade unsere größte Überlegenheit und gleichzeitig auch die größte Herausforderung."

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