| Wen Jiabao empfängt Horst Köhler und begrüßt weitere Investitionen deutscher Unternehmen in China |
| 2010/05/19 |
Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao ist am Dienstag in Beijing mit Vertretern mehrerer deutscher Unternehmen zusammengetroffen. Dabei betonte er, dass China und Deutschland die Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit weiter ausbauen wollen, um gegen die globale Finanzkrise vorzugehen. Nur so könne die Weltwirtschaft wiederbelebt werden. Wen Jiabao bekräftigte erneut, China hoffe, dass mehr deutsche Firmen in China investieren. Die Wirtschaftsvertreter von über 20 namhaften deutschen Unternehmen, darunter Siemens und Bosch, begleiten Bundespräsident Horst Köhler auf seinem Besuch in China. Mit diesem traf Wen Jiabao am Dienstagnachmittag zusammen. Horst Köhler sagte dazu, er habe mit Wen Jiabao ein interessantes Gespräch geführt: „Meine Damen, meine Herren, wir hatten ein sehr gutes Gespräch. Wir beide, der Ministerpräsident und ich, wir stimmen grundsätzlich darüber überein, dass wir weiter unsere Zusammenarbeit zwischen der deutschen Wirtschaft und der chinesischen Wirtschaft intensivieren sollten. Wir sehen beide hier eine Komplementarität in den Interessen, aber auch in den technologischen und wirtschaftlichen Fertigkeiten." Wen Jiabao würdigte zudem die Rolle Chinas und Deutschlands beim gemeinsamen Vorgehen gegen die internationale Finanzkrise: "China und Deutschland haben zur Begegnung der Krise wichtige Beiträge geleistet. Dies hat auch gezeigt, dass starke Wirtschaftsnationen die Finanzkrise bewältigen können." Beide Politiker stimmten überein, die Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit auf der Basis der strategischen kooperativen Partnerschaft kontinuierlich ausbauen zu wollen. Nur dann könne die Krise beseitigt und eine Wiederbelebung der Weltwirtschaft realisiert werden. In diesem Juli wird außerdem Bundeskanzlerin Angela Merkel China besuchen. Dazu sagte Wen Jiabao, China hoffe, dass dies ein neuer Ausgangspunkt der wirtschaftlichen Zusammenarbeit werde. Zum Schluss begrüßte Wen Jiabao noch das Engagement von mehr deutschen Firmen in China: "Wir begrüßen mehr Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in China. Die von ihnen entwickelten Produkte gehören somit auch zu 'Made in China'. Natürlich legen wir großen Wert auf den Schutz des geistigen Eigentums. Wir begrüßen das Engagement von mehr deutsche Firmen in China." |