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China und Deutschland sollten gemeinsam die Einheit gegen die Pandemie fördern und zur Erholung der Weltwirtschaft beitragen
2020/09/02

Die heutige Welt stehe vor drei wichtigen Entscheidungen, während China und Deutschland als bedeutsame Länder mit globalem Einfluss gemeinsam drei wesentliche Aufgaben übernehmen sollten, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Dienstag bei seinem Besuch in Berlin.

Wang gab auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Heiko Maas eine Erklärung ab. Er sagte, die beiden haben offene, eingehende und freundliche Gespräche geführt, die das gegenseitige Vertrauen stärkten und fruchtbare Ergebnisse lieferten.

Die heutige Welt stehe vor drei wichtigen Entscheidungen - zwischen Multilateralismus und Unilateralismus, zwischen Offenheit und Abgeschiedenheit sowie zwischen Kooperation und Konfrontation.

Die erste große Aufgabe für China und Deutschland sei es, die globale Einheit gegen die COVID-19-Pandemie zu fördern und die Erholung der Weltwirtschaft zu erleichtern.

Zu diesem Zweck sollten beide Länder die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiterhin unterstützen und „nein“ sagen zu falschen Worten und Taten, die der globalen Zusammenarbeit gegen COVID-19 schaden.

In der Zwischenzeit sollten beide den Konsens des G20-Gipfels weiter umsetzen, weniger entwickelten Regionen, einschließlich Afrika, Hilfe leisten und insbesondere dazu beitragen, dass COVID-19-Impfstoffe, sobald sie verfügbar seien, zu einem globalen öffentlichen Gut werden.

Die Pandemie habe bereits Auswirkungen auf die globale Industrie- und Lieferkette gehabt. Eine sogenannte „Entkopplung“ und „Entglobalisierung“ würden die Dynamik einer globalen wirtschaftlichen Erholung nur schwächen.

China und Deutschland werden die Offenheit untereinander bewahren und die Zusammenarbeit in Bereichen wie Handel und Investitionen, Gesundheit und Hygiene, sauberer Energie und digitaler Wirtschaft stärken, um zu einem stabilen Funktionieren der globalen Lieferkette beizutragen.

Darüber hinaus werden sich beide Länder gegenseitig bei der Wiederaufnahme von Arbeit und Produktion unterstützen und den „schnellen Weg“ für den Austausch zwischen den Menschen weiter ausbauen.

Die zweite wichtige Aufgabe für China und Deutschland sei es, die Beziehungen zwischen China und der EU gemeinsam stabiler und reifer zu gestalten und die bilateralen Beziehungen auf ein noch höheres Niveau zu heben.

China werde den europäischen Integrationsprozess durch praktische Maßnahmen treu unterstützen, ein vertrauenswürdiger strategischer Partner bleiben, wenn Europa nach Einheit und Entwicklung strebe, und eine größere Rolle Europas in internationalen Angelegenheiten befürworten.

Beide Seiten werden sich auf eine wichtige politische Agenda für die nächste Phase vorbereiten, die Zusammenarbeit in den Bereichen Klimawandel, grüner Entwicklung, digitaler Wirtschaft und öffentlicher Gesundheit vertiefen und die Verhandlungen über ein Investitionsabkommen zwischen China und der EU abschließen.

Drittens sollten die beiden Länder zusammenarbeiten, um Multilateralismus zu praktizieren und sich der Durchführung eines „neuen Kalten Krieges“ zu widersetzen. Beide Länder seien gegen die Anstiftung zur Konfrontation und werden die Zusammenarbeit zwischen multilateralen Institutionen stärken sowie die Vereinten Nationen, die WHO und den Multilateralismus fördern.

China-Deutschland und China-Europa teilen weitaus mehr gemeinsame Interessen als Unterschiede und seien eher Partner als Rivalen. Europa und China haben unterschiedliche soziale Systeme und Ideologien. China sei jedoch immer gegen den Export politischer Leitbilder und den Wettbewerb sozialer Systeme.

Maas habe China zur zweiten Runde der Treffen zum hochrangigen Kulturaustauschmechanismus zwischen China und Deutschland eingeladen und anlässlich des 50. Jahrestages der Aufnahme bilateraler Beziehungen ein Jahr des Kulturaustauschs vorgeschlagen.

China und Deutschland haben eine umfassende strategische Partnerschaft geschlossen. Es sei ganz normal, in einigen Fragen unterschiedliche Ansichten zu vertreten.

„Solange wir uns an gegenseitigen Respekt, Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des anderen und an gegenseitiges Verständnis und Unterstützung in Fragen unserer Kerninteressen halten, werden beide Seiten gegenseitiges Vertrauen bewahren. Die chinesisch-deutschen Beziehungen werden einen langen Weg gehen und zum Weltfrieden, zur Stabilität und zur gemeinsamen Entwicklung beitragen.

Quelle: German.people.cn

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