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Botschafter Shi Mingde hielt in Bonn und Düsseldorf eine Rede über die Außenpolitik Chinas
2015/11/25

Am 16. und 17. November hielt Botschafter Shi im Internationalen Club La Redoute Bonn e.V. und auf dem DGAPforum NRW jeweils eine Rede über die Außenpolitik Chinas.

                 

In seiner Rede in Bonn stellte Botschafter Shi die wichtigen Verän­derungen vor, die China und die Welt derzeit erfahren, und erläuterte die Außenpolitik Chinas in Bezug auf die Brennpunkte, die allgemein mit Besorgnis verfolgt werden. Er wies darauf hin, dass die Welt der­zeit tiefgreifende und komplexe Veränderungen durchlaufe und wir in einem Zeitalter der Globalisierung, Pluralisierung und Kooperation lebten. Mit der Entstehung eines neuen China und besonders seit der Verfolgung der Reform- und Öffnungspolitik habe China in der Ent­wick­lung von Wirtschaft und Gesellschaft gewaltige Erfolge erzielt. Es in­tegriere sich immer mehr in die Welt, und die Welt sei auch immer stärker auf China angewiesen. Botschafter Shi betonte, dass China wei­terhin am Weg der friedlichen Entwicklung festhalten werde. Es engagiere sich für die Etablierung von „internationalen Beziehungen neuen Typs”, in deren Kern es darum gehe, einen neuen Weg der Ko­operation und des gemeinsamen Gewinnens zu finden. China werde, soweit es in seiner Kraft stehe, noch größere internationale Verant­wortung übernehmen. Anschließend umriss Botschafter Shi den 8. Be­­such von Bundeskanzlerin Merkel in China und erläuterte die aktu­el­le Entwicklung der chinesisch-deutschen Beziehungen. Er verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass die Anwesenden die Entwicklung der chi­ne­sisch-deutschen Beziehungen und die Außenpolitik Chinas wei­terhin verfolgten und unterstützten. Zum Streit im Südchinesischen Meer er­läuterte Botschafter Shi den historischen Hintergrund und leg­te hierzu Chinas prinzipielle Standpunkt und Sichtweisen dar.

Anschließend beantwortete Botschafter Shi eineinhalb Stunden lang Fragen zum Thema wirt­schaftliche Entwicklung, Bildungspolitik, Ini­tiative der neuen Sei­den­stra­ße sowie Chancen und Herausforderungen in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen China und Deutsch­land. Die Rede von Botschafter Shi stieß beim Publikum auf lebhaftes Interesse. Die darauf folgende Diskussionsrunde verlief in lebhafter Atmosphäre, die Ausführungen wurden als überzeugend empfunden. Anwesend waren Gräfin Lambsdorff, Präsidentin des Clubs, ehemalige deutsche Botchafter in China sowie etwa 230 Vertreter aus ver­schie­denen Bereichen der Gesellschaft in Bonn.

                 

Auf dem DGAPforum NRW hielten Botschafter Shi und Prof. Dr. Lehner, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf, jeweils eine Rede zum Thema “Der Aufstieg Chinas sowie dessen globaler Einfluß”. Botschafter Shi stellte in seiner Rede die Veränderung des Wirtschaftswachstumsmodells Chinas, die wichtigsten Entwicklungs­konzepte des 13. Fünfjahresplans sowie den Kern der chinesischen Außenpolitik, nämlich Kooperation und gemeinsames Gewinnen, vor. Er betonte, die Entwicklung Chinas habe einen großen Beitrag zur Ent­wicklung des Asien-Pazifik-Raums und der Weltwirtschaft geleistet. Die heutige Welt befinde sich in einem Zeitalter der Kooperation und Pluralisierung. Chinas Entwicklung benötige ein friedliches und sta­bi­les Umfeld. Deshalb werde China unbeirrbar seinen Weg der friedlichen Entwicklung weitergehen. China beteilige sich aktiv an der inter­na­tionalen Zusammenarbeit in Bereichen wie Internetsicherheit, An­ti-Terror-Kampf und leiste einen großen Beitrag zum Frieden und zur Prosperität der Welt. Prof. Dr. Lehner wies in seiner Rede darauf hin, dass die Erfolge Chinas seit der Reform und Öffnung historisch seien. Er hege große Zuversicht in die Zukunft Chinas und hoffe, dass die Deutschen China mehr studieren und verstehen.

Anschließend beantwortete Botschafter Shi Fragen über die Initiative der neuen Seidenstraße, die Zusammenarbeit zwischen China und Af­rika, Umweltschutz usw. Anwesend waren mehr als 150 Vertreter aus der nordrhein-westfälischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie Angehörige des diplomatischen Korps.

Der Club La Redoute wurde 1953 gegründet, um die Mitglieder der Bundesregierung und des Parlaments mit dem Diplomatischen Corps und der Presse zusammenzubringen. Der Club gilt in Deutschland als einflussreich und verfügt über mehr als 830 Mitglieder, die haupt­säch­lich wichtige Persönlichkeiten aus der Politik, Wirtschaft und Kultur darstellen.

Die DGAP ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Verein und zählt im Bereich Außenpolitik zu den wichtigsten Thinktanks Deutschlands. Regelmäßig lädt die DGAP Experten und Regierungsvertreter ein, um mit ihnen gemeinsam über wichtige außenpolitische Themen zu dis­kutieren. Das DGAPforum NRW ist eine regionale Zweigeinrichtung des Vereins.

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