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Solidarität statt Stigmatisierung im Kampf gegen das neuartige Coronavirus
--Stellungnahme der Sprecherin der Botschaft zu aktuellen Fragen im Zusammenhang mit der Pandemie
2020/03/30

Das neuartige Coronavirus breitet sich derzeit weltweit explosionsartig aus. Deutschland und andere europäische Länder sind ebenfalls schwer betroffen. Nach Angaben des WHO-Generaldirektor Tedros stieg die Zahl der Fälle nach der Bestätigung des ersten Corona-Falls innerhalb von 67 Tagen auf weltweit 100.000 Fälle an. Nach nur 11 Tagen waren weitere 100.000 Menschen infiziert, weitere vier Tage später nochmals 100.000 mehr. Diese Daten und Fakten zeigt die Tatsache, dass China nicht schuld an der globalen Ausbreitung der Epidemie ist. Im Gegenteil, China hat mit seinen großen Anstrengungen und dem Leiden unter riesigem Wirtschaftsverlust einen enormen Beitrag zum weltweiten Kampf gegen die Epidemie geleistet, und wertvolle Zeit verschaffen. Leider haben viele Länder diese nicht genutzt.

Während die Epidemie zuhause hart bekämpft wird, hat China trotzdem bereits Expertengruppen bzw. materielle Unterstützungen in Tonnen nach u.a. Italien gesendet. WHO-Generaldirektor Dr. Tedros wies darauf hin, dass China tatsächlich einen neuen Maßstab für die Bekämpfung der Epidemie gesetzt hat. Die breite internationale Gesellschaft und eine Reihe von Wissenschaftlern und Experten, darunter auch renommierte deutsche Virologen, haben klar und eindeutig Chinas Bemühungen und Beitrag anerkannt und gewürdigt. Dies sind viel aussagekräftiger als leeres Gerede oder gar Schimpfe.

Solidarität und Kooperation ist gefordert mehr denn je. Staatspräsident Xi Jinping hat vor kurzem in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel im Namen der chinesischen Regierung und des chinesischen Volkes der deutschen Regierung sowie dem deutschen Volk das tiefste Mitgefühl ausgedrückt und unter anderem hervorgehoben, dass auch die deustche Regierung und Freunde aller Kreise in Deutschland ihre Anteilnahme für China im Kampf gegen Covid-19 ausgedrückt bzw. Unterstützungen geleistet hatten. China unterstützt auch Deutschland bei der Virus-Bekämpfung entschlossen und ist bereit, alle in unserer Kraft stehende Unterstützung für Deutschland anzubieten, falls diese von Deutschland erwünscht sind.

Vor kurzem haben die Gesundheitsbehörden und Experten beider Länder u.a. durch Videokonferenzen Informationen ausgetauscht und Erfahrungen geteilt, zugleich weitere Zusammenarbeit in den Bereichen wie Prävention und Kontrolle der Pandemie, Behandlung der Patienten sowie Entwicklung der Impfstoffe vereinbart. Viele chinesische Unternehmen und unsere Landsleute in Deutschland haben vor Ort Schutzmaterialien gespendet. Etliche chinesische Medizin-Studierende haben sich dem Kampf an der Front gegen Covid-19 in Deutschland angeschlossen.

In dieser schwierigen Zeit, in der sich die Welt zur Bekämpfung der Pandemie zusammenschließt, haben leider einige ausländische Politiker und Medien nichts anderes im Sinne als das Coronavirus als „Wuhan-Virus" und „China-Virus" zu stigmatisieren. Da jetzt das Virus vor keiner Grenze haltmacht, begannen die selben Leute Sündenbock bei anderen zu suchen. Sie ließen nichts unversucht, alles, was China machte, schlecht zu reden. Am Anfang warfen sie arroganterweise der chinesischen Regierung falsche Informationspolitik vor, ohne der Öffentlichkeit zu sagen, dass es um ein neuartiges Coronavirus geht, so dass jede Regierung, auch in Europa, Zeit braucht, um die Sachlage wissenschaftlich zu identifizieren und darauf reagieren zu können. Dann kritisierten sie aus ideologischer Sicht die Abriegelungsmaßnahmen in China, um dann selbst überrascht festzustellen, dass auch im eigenen Land es keine bessere Möglichkeit zur Eindämmung des Virus-Ausbruchs als Abriegelung gibt. Als China anderen Ländern dann im Rahmen humanitärer Maßnahmen medizinische Hilfsgüter zur Verfügung stellte, bezeichneten sie dies hämisch als „Politik der Großzügigkeit" mit geopolitischen Motiven.

Wir können nicht umhin, uns zu fragen, mit welcher Logik hier argumentiert wird, dass die Absperrung einer Stadt in Italien „zur Eindämmung des Virus und trotz des wirtschaftlichen Risikos" geschah, wohingegen die Abriegelung einer Stadt in China „dem Leben und der Freiheit der Menschen schadete". Wie kann der Einsatz von Drohnen in Spanien zur Bekämpfung der Epidemie dienen, in China aber der Überwachung der Bevölkerung? Wir können nicht umhin, uns zu fragen, ob dies der Zeitpunkt für ideologische Konfrontation ist, oder ob wir uns nicht vielmehr in einem Wettlauf mit der Zeit befinden, bei dem es um die Rettung unzähliger Leben geht. Ist dies die richtige Zeit, sich der eigenen Verantwortung zu entziehen und andere zu verunglimpfen, oder ist dies die Zeit, sich im Kampf gegen die Epidemie zusammenzuschließen?

China fürchtet gar keinen ideologischen Streit. Aber Viren kennen keine Grenzen. Das neuartige Coronavirus ist der Feind der gesamten Menschheit und wir sitzen alle im selben Boot. Es drängt uns alle zum Handeln. Als verantwortungsbewusste große Nation werden wir weiterhin die Prävention und Kontrolle im eigenen Land stärken, gleichzeitig aber auch weiterhin andere Länder im gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie unterstützen.

Die Frage nach dem Ursprung des Virus ist ein wissenschaftliches Problem, das wir Forschern und Experten überlassen sollten. Nach den jüngsten Schätzungen des US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) gab es in den USA im Zuge der im September 2019 begonnenen Grippesaison bereits mehr als 30 Millionen Grippeerkrankungen und über 20.000 Grippetote. Der CDC-Direktor gab öffentlich zu, dass einige der Todesfälle, die zunächst der Grippe zugeschrieben worden waren, tatsächlich auf COVID-19 zurückzuführen waren. Laut Wissenschaftlern und der WHO trat das Virus zwar zuerst in China auf, bedeutet aber nicht unbedingt, dass der Ursprung des Virus in China liegt, geschweige denn, dass das Virus „Made in China" ist.

Eine wichtige Lehre aus dem Pandemieausbruch ist, dass die Welt Kooperation braucht. Wer die Pandemie zur Verbreitung von "politischem Virus" und „Infodemie" missbraucht, der schießt selbst ins Bein!

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