Home Über uns Wirtschaft und Handel Kontakt Konsularservice Bildung Presse Links
 
Home > Aktuelles über die Botschaft
Stellungnahme der chinesischen Botschaft in Deutschland zur „Politisierung" und „Stigmatisierung" der chinesischen Pandemie-Bekämpfung in der deutschen Öffentlichkeit
2020/04/17

Viren kennen keine Grenzen. China und Deutschland stehen seit Anfang des Jahres in engem Austausch in Bezug auf den Kampf gegen die neue Coronavirus-Epidemie. Die Staats- und Regierungschefs beider Länder unterstützen einander in regelmäßigen Telefonaten. Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft in China und Deutschland haben einander Unterstützung angeboten und sich gegenseitig geholfen. Medizinische Experten beider Länder haben ihren Austausch vertieft und sich den Schwierigkeiten gemeinsam gestellt. Sie haben somit ein neues Kapitel der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern aufgeschlagen.

Gleichzeitig ist es aber sehr bedauerlich zu sehen, dass in einzelnen deutschen Medien Stimmen laut werden, die den Kampf Chinas gegen die Epidemie "politisieren" und "stigmatisieren". Sie behaupteten fälschlicherweise, dass die chinesische Seite die deutsche Politik dazu dränge, "politische Propaganda“ für Chinas Pandemiebekämpfung zu betreiben. Sie behaupteten des Weiteren, dass die Erfahrungteilung im Kampf gegen die Pandemie, die chinesische Hilfe und Unterstützung für andere Länder, sowie der Aufruf, die weltweite Pandemie gemeinsam zu bekämpfen, nichts Anderes als chinesische Imagepropaganda sei. Wir möchten diese Journalisten fragen: Als sich die Epidemie in China ausbreitete, und Deutschland Chinas Kampf gegen die Epidemie unterstützte, als die Bundesregierung China mit medizinischen Hilfsgütern unterstützte, sich Experten aus beiden Ländern per Video austauschten und deutsche Experten als Teil einer WHO-Expertengruppe zu Besuch nach China fuhren, steckte dahinter auch eine geopolitische Absicht, war das auch nur politische Propaganda?

Aus unserer Sicht haben die stringenten chinesischen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung mit enormen gebrachten Opfern die uneingeschränkte Unterstützung und den vollen Rückhalt des chinesischen Volkes erfahren, und das bedeutet uns mehr als alles andere. Wir haben es nicht nötig, anderweitig Lob und Anerkennung zu suchen.

Die chinesische Nation ist ein Volk, das es versteht, dankbar zu sein und Gutes mit Gutem zu vergelten. Deutschland hat uns während der schweren Epidemie eine helfende Hand gereicht. Und nun, da Deutschland derselben Herausforderung gegenübersteht, möchte China seinerseits bei der Bekämpfung der Epidemie helfen. Am 25. März telefonierte Präsident Xi Jinping mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, und drückte der deutschen Regierung und Bevölkerung sein Mitgefühl in Bezug auf den Kampf gegen die Epidemie aus. Am 3. April telefonierte der chinesische Staatsrat und Außenminister Wang Yi mit Außenminister Heiko Maas. Er betonte, dass China sich zwar noch darauf konzentrieren müsse, einen erneuten Ausbruch der Epidemie zu verhindern, gleichzeitig aber bereit sei, im Rahmen unserer Möglichkeiten und entsprechend den Bedürfnissen Deutschlands Hilfe zu leisten. Von der chinesischen Regierung gespendete medizinische Ausrüstung ist bereits auf dem Weg nach Deutschland. Darüber hinaus haben viele chinesische Unternehmen über verschiedene Kanäle aktiv an Deutschland gespendet, und in Deutschland lebende chinesische Staatsbürger riskierten eine Ansteckung, um medizinische Hilfsgüter in die am stärksten betroffenen Gebiete in Deutschland zu übergeben. Einige in Deutschland Medizin-Studierende haben sich aktiv an vorderster Front an der Bekämpfung von Covid-19 beteiligt. Wir tun, was wir können, um erwiesene Hilfsbereitschaft zurückzugeben und Leben zu retten. Würde China zu diesem Zeitpunkt nicht aktiv internationale Hilfe und Zusammenarbeit leisten, so würden all jene, die China Hintergedanken unterstellen, sicherlich ihre Stimme erheben, und Chinas Verhalten als egoistisch und unethisch kritisieren.

Gegenwärtig breitet sich das neuartige Coronavirus weltweit aus, und stellt eine große Bedrohung für das Leben und die Gesundheit der Menschen und eine große Herausforderung für das internationale Gesundheitswesen dar. Was die internationale Gemeinschaft jetzt am meisten braucht, sind Solidarität und Zusammenarbeit im Kampf gegen die Pandemie. Der Versuch, Chinas Bemühungen zu "stigmatisieren" und zu "politisieren", wird lediglich dazu führen, dass Stereotypen vertieft werden, Hass geschürt wird und die Atmosphäre der Zusammenarbeit zwischen den Ländern vergiftet wird. Dies wird unsere gemeinsame Kampfkraft schmälern.

Vor einigen Tagen berichteten einzelne Länder von Qualitätsproblemen hinsichtlich aus China gekaufter medizinischer Ausrüstung. Einige Medien haben dies zum Anlass genommen, über die Qualität der chinesischen Produkte zu spekulieren. Tatsächlich hat die chinesische Regierung nicht nur der Qualität der Materialien, sondern auch der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Krankheit stets große Bedeutung beigemessen. Die chinesischen Botschaften haben sich sofort um eine Untersuchung und Überprüfung der strittigen Fragen bemüht, und zeitnah für Rückmeldung und Lösungsansätze gesorgt. Die Regierungen der betroffenen Länder haben auch die Missverständnisse aufgeklärt. In diesem Zusammenhang haben wir vor kurzem noch striktere Regulierungsmaßnahmen eingeführt, um die Qualität der Materialien zur Epidemieprävention streng zu kontrollieren.

Gleichzeitig müssen wir uns aber auch darüber im Klaren sein, dass kommerzielle Käufe keine staatliche Hilfe sind, und dass beide Transaktionspartner ihrer jeweiligen Verantwortung gerecht werden müssen. Während China die Qualität der Exporte streng kontrolliert, sollten die betroffenen Länder auch im Importprozess die notwendigen Qualitätskontrollen durchführen, und die Produkte im Rahmen ihrer vorgesehenen Anwendung korrekt einsetzen. In Bezug auf individuelle Probleme im Beschaffungsprozess sollten Unternehmen auf beiden Seiten realistische Perspektiven einnehmen, miteinander kommunizieren und kommerzielle Lösungen finden.

Chinas Wunsch, anderen zu helfen, hat keine Hintergedanken. Derzeit machen viele Unternehmen Überstunden. Sie produzieren Tag und Nacht, um anderen Ländern mehr medizinischen Schutz zu bieten, und ihren Teil zur globalen Pandemieprävention und -bekämpfung beizutragen. Solche Bemühungen verdienen Respekt, nicht Verunglimpfung.

Eine Verleumdung und Diffamierung gegen China ist nicht nur unverantwortlich, sondern schadet auch der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung. Wir sollten einen klaren Kopf behalten, Recht von Unrecht unterscheiden und Nein zu denjenigen sagen, die versuchen, anti-chinesische Stimmung zu schüren und den Kampf gegen die Epidemie zu „politisieren“ und zu „stigmatisieren“. Wir sind davon überzeugt, dass wir diese Prüfung gemeinsam bestehen werden, dass sich das gegenseitige Verständnis zwischen unseren Ländern dadurch weiter festigen wird, und dass sich die pragmatische Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland noch weiter vertiefen und entwickeln wird.

Suggest to a friend
  Print