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Grußwort von Botschafter Wu Ken bei der Digitalen Auftaktveranstaltung Bildungsnetzwerk China
2020/12/01

(30. November 2020)

 

Sehr geehrter Herr Schwarz,

sehr geehrter Herr Ebert,

geschätzte Expertinnen und Experten,

meine Damen und Herren, liebe Freunde,

Ich freue mich sehr, an der Digitalen Auftaktveranstaltung Bildungsnetzwerk China teilzunehmen und mit Ihnen allen online zusammenzukommen.

Zurzeit überschattet die Corona-Pandemie die Welt immer noch. Austausch und insbesondere Personalaustausch zwischen verschiedenen Ländern haben dadurch Gegenwind. Trotzdem glaube ich, dass die Pandemie vielleicht den zwischenstaatlichen Austausch vorübergehend verlangsamen kann, aber an dem Wunsch verschiedener Kulturen, voneinander zu lernen, ändert sie nichts.

Der zwischenmenschliche Austausch vor allem Jugendaustausch bildet immer eine wichtige Stützung und Triebkraft für die chinesisch-deutschen Beziehungen. Dieser Austausch gestaltet sich auch als ein wichtiger Kanal für beide Seiten, sich zu verständigen. Als wichtiger Träger des zwischenmenschlichen Austauschs ist Bildung umso unerlässlicher für mentale Annährung beider Völker. In diesem Zusammenhang ist Bildungsnetzwerk China als eine neue Brücke für bilateralen Austausch zukunftsweisend. Wir erwarten auch seine Beiträge zur Förderung des Jugendaustauschs und dadurch neue Impulse für die umfassende strategische Partnerschaft zwischen China und Deutschland.

Keine zwei Blätter sind vollkommen gleich. Diversität verschiedener Kulturen ist Normalität der Menschheitsgeschichte und Quelle der Vielfältigkeit der Welt. Eine Zivilisation kann sich nur kontinuierlich entfalten und entwickeln durch aktives Lernen voneinander und friedliche Koexistenz miteinander. Zu Beginn des dritten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts stören Vorurteile und Missverständnisse bedauerlicherweise immer noch Austausch und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ländern und Zivilisationen. Daher begrüßen wir, dass Deutschland seine Chinakompetenz intensiver ausbaut. Ich bin der Auffassung, dass die "Kompetenz" für eine andere Kultur in erster Linie die Bereitschaft ist, diese Kultur anzufassen, zu verstehen und ihren Vertretern zuzuhören. Bereits in den frühen 1980er Jahren hatte ich durch mein Germanistikstudium eine unlösliche Bindung zu Deutschland geschmiedet und wurde danach einer der Leute, die "Deutschlandkompetenz" in China ausbauen. Ich erlebte zu Beginn meiner Diplomatenlaufbahn die deutsche Wiedervereinigung hautnah mit, die als ein wichtiges historisches Ereignis tiefgreifende Auswirkungen auf Deutschland, Europa und sogar die Welt hinterließ. Seitdem verfolge ich stets die Entwicklung von Deutschland sowie die chinesisch-deutschen Beziehungen und bemühe mich, Brücken für Verständnis, Austausch und Freundschaft zwischen China, Deutschland und Europa zu schlagen.

In der letzten Zeit sind einige besorgniserregende Anzeichen in Bezug auf Austausch und Zusammenarbeit weltweit aufgetreten, z.B. die Anhänger der "Entkopplungstheorie" betrachten in Widerspruch zum Zeitgeist Sprach- und Kulturinstitutionen anderer Länder als Instrumente politischer Einflussnahme. Demgegenüber hoffe ich, dass Aufbau deutscher Chinakompetenz Verständnis und Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland fördern kann, sodass beide Länder sich auf Grundlage des gegenseitigen Respekts und auf Augenhöhe austauschen und voneinander lernen können, und eine gemeinsame Entwicklung durch Ausgleich und Ergänzung realisieren.

Zum Schluss wünsche ich Bildungsnetzwerk China viel Erfolg als ein "Katalysator" für mehr Verständigung und Freundschaft zwischen China und Deutschland.

Vielen Dank!

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