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Unterstützung für heimische Wirtschaft angesichts Pandemie
2020/04/20

China will den inländischen Konsum noch stärker unterstützen, um der Wirtschaft zu helfen, die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu überstehen. Wegen der wachsenden Unsicherheiten weltweit wird der inländische Konsum Experten zufolge besonders wichtig.

Regierungsvertreter und Experten sagten am Freitag, dass größere Maßnahmen zur Erschließung des Konsumpotenzials sowie zur Ankurbelung von Investitionen in die Infrastruktur bevorstünden. Diese seien der Schlüssel für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung in diesem Jahr.

Chinas Einzelhandelsumsätze, ein Barometer für den Konsum im Inland, schrumpften im ersten Quartal dieses Jahres im Jahresvergleich um 19 Prozent, was größtenteils auf den COVID-19-Ausbruch zurückzuführen sei, berichtete Chinas Staatliches Amt für Statistikam Freitag.Im gleichen Zeitraum gingen auch die Anlageinvestitionen im Jahresvergleich um 16,1 Prozent zurück. Im März, dem letzten Monat des Quartals, erholten sich diese jedoch bereits etwas von dem Einbruch im Zeitraum Januar-Februar, da die Arbeit im März schneller wieder aufgenommen werden konnte, wie das Amt berichtete.

Der Rückgang der Einzelhandelsumsätze verringerte sich ebenfalls und lag im März bei 15,8 Prozent, verglichen mit einem Rückgang von 20,5 Prozent in den ersten beiden Monaten, so die Statistikbehörde.

„Eine wachsende Nachfrage im Inland ist unerlässlich, um einen stabilen Trend in der chinesischen Wirtschaft aufrechtzuerhalten", erklärte Mao Shengyong, ein Sprecher der Behörde. „Wir müssen die Intensität der Maßnahmen in allen Bereichen erhöhen, um das Konsumpotenzial freizusetzen".

Trotz des moderaten Rückgangs des verfügbaren Einkommens der Einwohner im ersten Quartal habe der Konsum immer noch ein solides Potenzial für einen deutlichen Aufschwung, sagte Mao mit dem Hinweis, dass sich das Einkommenswachstum erholen werde, wenn sich die Wirtschaftsordnung wieder normalisiert. Während das Sozialversicherungssystem in den letzten Jahren einen stärkeren und breiteren Schutz geboten habe, sei auch das Streben der Menschen nach einem besseren Lebensstandard nach wie vor stark, betonte er.

Chinas durchschnittliches individuelles verfügbares Einkommen ging im ersten Quartal um 3,9 Prozent zurück. Damit war es nach Angaben des Statistikamtes widerstandsfähiger als das Bruttoinlandsprodukt, das um 6,8 Prozent zurückging.

Der Wert der über das Internet verkauften physischen Waren stieg im vergangenen Monat im Jahresvergleich um 5,9 Prozent, was dem allgemeinen Rückgang der Einzelhandelsumsätze entgegenwirkte und auf den intakten Trend der Konsumsteigerung hinweise, berichtete das Statistikamt.

Lynda Zhou, Portfoliomanagerin beim globalen Investment-Management-Unternehmen Fidelity International, sagte, Chinas Wirtschaftswachstum werde in diesem Jahr stärker vom Konsum und von Anlageinvestitionen abhängen, da die Exporte aufgrund der schwachen Auslandsnachfrage angesichts der COVID-19-Pandemie mit wachsenden Abwärtsrisiken konfrontiert sein würden.

Liu Chunsheng, außerordentlicher Professor an der in Beijing ansässigen Central University of Finance and Economics, sagte, dass bald weitere fiskalische Anreize eingeführt werden könnten, da die bisherige Geldpolitik den Weg geebnet habe, indem ein anpassungsfähiges Finanzierungsumfelds geschaffen wurde.Konsumgutscheine sollten und werden voraussichtlich landesweit koordiniert und Stadt für Stadt verteilt werden, was sich unmittelbar auf den Konsum auswirken werde, erklärte Liu.

Mao von der Statistikbehörde berichtete, dass die in den ostchinesischen Provinzen Zhejiang und Jiangsu eingeführten Konsumgutscheine „ziemlich gut funktioniert haben".

Quelle: German.china.org.cn

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