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China begeht Tag der Katastrophenprävention und -eindämmung
2020/05/12

„Das Krisenmanagement muss von Grund auf gestärkt werden, um eine Volksfront für die Prävention und Eindämmung von Naturkatastrophen zu festigen". Mit diesem Motto hat China den chinesischen Tag der Katastrophenprävention und -eindämmung am 12. Mai begangen. Chinas Fähigkeiten zum Schutz der Bevölkerung und zur Katastrophenhilfe haben sich Experten zufolge in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich verbessert. Davon zeugen auch die Daten aus dem Jahr 2019. Die Zahl der Toten und Vermissten sank im Vergleich zum Vorjahr demnach um 25 Prozent, während die Zahl der eingestürzten Häuser sogar um 57 Prozent zurückging. Auch der Anteil der von Naturkatastrophen verursachten direkten wirtschaftlichen Schäden am Bruttoinlandsprodukt Chinas ist im vergangenen Jahr um 24 Prozent gesunken.

Im Bezirk Xingqing in Yinchuan, der Hauptstadt des nordwestchinesischen Autonomen Gebiets Ningxia, gibt es ein langes und schmales Gelände, in dem sich rotgestrichene Wander- und Joggingwege mit grünen Bäumen und Rasen vermischen. Der schöne Park dient Angaben der Stadtverwaltung zufolge für die Einwohner zugleich als provisorischer Unterschlupf im Falle eines starken Erdbebens. Da die Yinchuan-Ebene sich ausgerechnet auf einer aktiven Störungszone befindet, kam es dort in der Geschichte wiederholt zu teilweise verheerenden Erdbeben. Der Bau des Parks sei eine Notfallvorsorge, die vom lokalen seismologischen Büro ausgearbeitet worden sei, hieß es in einer Mitteilung der Stadtregierung von Yinchuan.

Ein entsprechender Grundsatz lautet: Gute Vorbereitung kann das Leben sowie das Hab und Gut der Menschen retten. So fanden im vergangenen Jahr landesweit integrierte Gefahren-, Gefährdungs- und Risikobewertungen für Katastrophen durch Geo-Risiken, wie Erdbeben, Vulkane und Tsunamis, statt. Die Risikobewertung, basierend auf dem Gefährdungspotential in schwerpunktmäßigen Provinzen wie Sichuan, Jiangsu, Fujian, Henan und Jilin, ist Experten zufolge eine entscheidende Grundlage für die Katastrophenprävention.

China besitzt eine vergleichsweise lange Küstenlinie, die jährlich fast regelmäßig von saisonbedingten Taifunen heimgesucht wird. Der Taifun „Lichma", der die ostchinesische Provinz Zhejiang während eines Tropensturms am 10. August 2019 traf, verursachte zum Beispiel 20 Stunden anhaltende starke Regenfälle und verheerende Überschwemmungen in mehreren Regionen. Hunderttausende Menschen verloren ihr Zuhause, Millionen von Einwohnern mussten ohne Wasser und Strom auskommen. Der lokale Krisenstab reagierte jedoch schnell: Die zuständigen Behörden koordinierten anhand von Big Data und unbürokratischen Rettungsmaßnahmen die Beschaffung und Lieferung von nahezu 99.000 dringend benötigten Hilfsgütern, darunter Lebensmittel, Medikamente, Bettdecken und Zelte. Damit konnte der Grundbedarf der Menschen in den Katastrophengebieten gesichert werden.

Ein jüngstes erfolgreiches Beispiel für den Schutz der Bevölkerung und die Katastrophenhilfe ist der Kampf gegen die COVID-19-Epidemie. Das Krisenmanagement der Zentralregierung und der lokalen Regierungen erwies sich in den vergangenen drei Monaten als effektiv – sei es hinsichtlich der Epidemie-Kontrolle, der Verteilung von Hilfsgütern oder der Wiederaufnahme der Produktion. Seit Januar konnten 198.000 Hilfsgüter in die von dem Virus besonders schwer betroffene Provinz Hubei gebracht werden, darunter medinische Geräte, Schutzkleidung, Medikamente, Nahrungsmittel, Faltbetten und Zelte.

Viele Experten meinen, dass die Aus- und Heranbildung von Krisenmanagern und Rettungskräften ebenfalls zum Katastrophenschutz gehörten. Auch das Bewusstsein der Bevölkerung für bestimmte Gefahren solle durch die Teilnahme an entsprechenden Lehrveranstaltungen verstärkt werden.

Quelle: CRI

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