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Restauration kultureller Relikte
2020/06/19

Die Restauration kultureller Relikte ist eine sinnvolle Arbeit. In China haben sich viele Menschen schon jahrelang mit dieser Arbeit beschäftigt. Dank ihrer Bemühungen können zahlreiche wertvolle kulturelle Relikte wieder vollständig ausgestellt werden. Der Prozess der Restauration ist zeitaufwändig. Es erfordert normalerweise ein kompliziertes Verfahren.

Wang Shujuan ist Leiterin der Restauratoren im chinesischen Seidenmuseum in der Stadt Hangzhou (Provinz Zhejiang). Laut ihr muss man bei der Restauration von Texitilien hervorragende Fähigkeiten besitzen. Die ausgegrabenen Seidenstoffe waren zu lange in warmer und feuchter Umgebung. Die meisten von ihnen sind von Fäulnis sowie Schimmel betroffen. Deshalb können sie bei der Berührung leicht in Stücke zerbrechen. Vor der Restauration sind viele Vorbereitungsarbeiten wie Desinfektion, Reinigung usw. erforderlich. Ähnlich wie die Diagnose vor einer medizinischen Behandlung soll man vor der Restauration je nach Situation einen Restaurierungsplan für die Relikte machen, so Wang weiter.

Sie war vor einiger Zeit an der Restauration eines lila-braunen und goldfarbenen Kleidungsstücks aus der Südlichen Song-Dynastie (1127-1279) beteiligt. Es war zu spröde, um es zu reparieren. Wang und ihre Teammitgieder haben eine spezielle lichtdurchlässige Kreppgaze entwickelt, die bei der Restauration das Kleidungstück besser schützen kann. Wang sagte, die Restauration erfordere viel Geduld, aber das wichtigste sei, dass man die Arbeit lieben müsse.

Chen Siyu ist Restaurator im Palastmuseum des Nanyue-Königreichs in der südchinesischen Stadt Guangzhou (Provinz Guangdong). Er sagte, es gäbe zwei Hauptteile für den Schutz kultureller Relikte: Der eine sei die tägliche Pflege der Relikte und der andere sei der Schutz der Umgebung der Relikte. Es handele sich um die Datensammlung, das Reinigen und Nachfüllen von Wasser und Staubentfernung. Man müsse die Schutzarbeit Tag für Tag machen, damit die kulturellen Relikte in Bestform erhalten werden könnten.

Jin Peng aus dem Schutzzentrum für Relikte des Provinzmuseums Anhui hat sich in den vergangenen 41 Jahren mit der Bronzereparatur beschäftigt. Als Restaurator von kulturellen Relikten sei es eine Pflicht, der Öffentlichkeit das ursprüngliche Erscheinungsbild der Kulturrelikte vorzustellen. Damit können die Menschen die Geschichte sowie Kultur des Landes besser kennen lernen. Das sei seine größte Motivation, sagte Jin. Sein Museum ist das einzige Museum der Provinz Anhui, das über die Fähigkeiten zur Reparatur von Bronzen verfügt. Jährlich muss sein Team Hunderte Bronzekunstwerke restaurieren. Es gibt einen großen Mangel an Restauratoren.

Der Professor des Forschungsinstituts für Archäologie und Kultur der Peking-Universität, Hu Dongbo, ist der Ansicht, dass das wissenschaftliche Forschungsniveau und die Fähigkeiten Chinas für den Schutz kultureller Relikte gegenwärtig relativ hoch seien. Die Anzahl von Restauratoren sei aber bei weitem nicht ausreichend. Das Land solle mehr Fachkräfte ausbilden, die sowohl die traditionellen Restaurationsfähigkeiten als auch moderne Datenanalysetechniken beherrschen können. Professor Hu forderte, dass die Museen bei der Ausstellung die Ideen, Techniken sowie den Prozess der Restauration zusätzlich vorstellen sollten.

Zhan Changfa, der stellvertretende Leiter der China Foundation For Cultural Heritage Conservation (CFCHC) äußerte, es sei notwendig, das Wissen sowie Informationen über den Schutz kultureller Relikte in der Öffentlichkeit mehr vorzustellen und die Menschen damit zu mobilisieren, gemeinsam die Relikte zu schützen. Die Restauration sei ein notwendiges Mittel, "unsere Kultur zu bewahren und weiter zu verbreiten", so Zhan weiter.

Quelle: CRI

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