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Chinas erste Sonnensonde soll 2022 starten
2021/01/22

Chinas erste Sonnensonde, Advanced Space-based Solar Observatory (ASO-S), soll in der ersten Hälfte des Jahres 2022 ins All gebracht werden. Dies ist die erste Mission des Landes, die Sonne zu „berühren“.

Der Satellit wird in einer sonnensynchronen Umlaufbahn 720 Kilometer über der Erde betrieben, um die Sonne 24 Stunden am Tag im Auge zu behalten. Laut dem Purple Mountain Observatory der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, einem Forschungsinstitut in Nanjing in der ostchinesischen Provinz Jiangsu, wird der Satellit mit einer Gesamtmasse von etwa 1.000 Kilogramm voraussichtlich mindestens vier Jahre lang die Sonne umkreisen.

Die wichtigsten wissenschaftlichen Ziele der Sonde sind die Beobachtung des Magnetfelds der Sonne und zweier wichtiger Eruptionsphänomene - oder Bursts - auf dem Stern, nämlich Sonneneruptionen und koronale Massenauswürfe (CMEs).

Bisher ist die Sonne der einzige Fixstern, der vom Menschen detailliert untersucht werden kann. Der überwiegende Teil seiner Strahlung wird von der Erdatmosphäre blockiert. Nur durch das Senden von Sonden in den Weltraum kann ein vollständiges Bild der Sonne für weitere Studien gezeichnet werden.

Der Satellit wird auch sein Potenzial bei der Vorhersage des Weltraumwetters ausschöpfen. Die CMEs können mindestens 40 Stunden vor ihrer Ankunft vom Observatorium erkannt werden, was eine frühzeitige Warnung vor Schäden an der elektromagnetischen Umgebung der Erde weiter erleichtern dürfte.

Seit den 1960er Jahren wurden weltweit mehr als 70 Satelliten im Zusammenhang mit der Sonnenbeobachtung gestartet. Laut dem Wissenschaftler Gan Weiqun soll ASO-S Chinas Lücke auf diesem Gebiet schließen.

Quelle: German.people.cn

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