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UNCTAD-Bericht: China wird größter FDI-Empfänger im Jahr 2020 inmitten eines globalen Einbruchs
2021/01/26

Die weltweiten ausländischen Direktinvestitionen (FDI) seien im Jahr 2020 um 42 Prozent gesunken, wie ein neuer Bericht der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD) vom 24. Januar zeigte, während China gegen den Trend zum weltweit größten Empfänger von Investitionsströmen geworden sei.

In ihrem jüngsten „Investment Trends Monitor“ sagte die in Genf ansässige Handels- und Entwicklungsorganisation der UN, dass die ausländischen Direktinvestitionen im vergangenen Jahr stark auf geschätzte 859 Milliarden US-Dollar gesunken seien, verglichen mit 1,5 Billionen US-Dollar im Jahr 2019, und warnte vor einer weiteren Schwächung in diesem Jahr, was eine nachhaltige Erholung von der COVID-19-Pandemie gefährdet.

„Die ausländischen Direktinvestitionen im Jahr 2020 liegen bei mehr als 30 Prozent unter dem Tiefpunkt nach der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 und gehen auf ein Niveau zurück, das zuletzt in den 1990er Jahren gesehen wurde“, schrieb der Bericht.

Die Daten zeigten, dass sich der Rückgang auf die Industrieländer konzentrierte, wo die FDI-Ströme um 69 Prozent auf geschätzte 229 Milliarden US-Dollar gesunken seien, den niedrigsten Stand seit 25 Jahren.

Der Rückgang in den Entwicklungsländern sei mit 12 Prozent auf geschätzte 616 Milliarden US-Dollar relativ gering gewesen, so der Bericht, während China die Rangliste der größten FDI-Empfänger anführte.

Die FDI-Ströme nach China stiegen um 4 Prozent auf 163 Milliarden US-Dollar, womit das Land im Jahr 2020 der weltweit größte Empfänger wurde, gefolgt von den USA.

„Die Rückkehr zu einem positiven Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und das gezielte Investitionserleichterungsprogramm der Regierung haben dazu beigetragen, die Investitionen nach dem frühen (Coronavirus-)Stillstand zu stabilisieren“, sagte James Zhan, UNCTAD-Direktor für Investitionen und Unternehmen, in einer virtuellen Pressekonferenz.

„Die globale Abhängigkeit von den Lieferketten multinationaler Unternehmen in China während der Pandemie unterstützte auch das FDI-Wachstum in China“, fügte er hinzu.

Laut dem Staatlichen Amt für Statistik (NBS) habe China im vergangenen Jahr ein BIP-Wachstum von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet und werde voraussichtlich die einzige große Volkswirtschaft sein, die in dem von der Pandemie heimgesuchten Jahr ein Wachstum verzeichne.

Quelle: Nachrichtenagentur Xinhua

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