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„Tianwen-1" soll noch vor dem Frühlingsfest in die Mars-Umlaufbahn eintreten
2021/02/08

Die chinesische Marssonde „Tianwen-1“ wird vermutlich um den 10. Februar herum, also noch vor dem traditionellen chinesischen Neujahr, in die geplante Umlaufbahn des Mars eintreten.

In einer Mitteilung der China Aerospace Science and Technology Corp (CASTC), dem Hauptauftragnehmer des chinesischen Raumfahrtprogramms, hieß es am Mittwoch weiter, die Sonde werde in Kürze eine „Bremsung“ durchführen, um ihre Geschwindigkeit zu reduzieren und somit von der Gravitation des Mars erfasst zu werden.

Auf ihrer Reise zum Roten Planeten ist „Tianwen-1“ bereits 196 Tage unterwegs und hat 450 Millionen Kilometer zurückgelegt. Die Sonde befindet sich derzeit etwa 170 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Bao Weimin, Direktor der wissenschaftlich-technologischen Abteilung der CASTC und Mitglied der Chinesischen Akademie der Naturwissenschaften, sagte, die „Bremsung“ sei entscheidend für den Erfolg der chinesischen Marsmission. Wenn sie fehlschlage, könne „Tianwen-1“ am Mars vorbeifliegen und zu einer streunenden Raumkapsel im Sonnensystem werden. Im Verlauf der „Bremsung“ müssten die Navigations- und Kontrollsysteme einwandfrei arbeiten, da jeder einzelne Schritt präzise berechnet und angepasst werden müsse.

Als Chinas erste selbständig entwickelte Marsmission wurde „Tianwen-1“ am 23. Juli 2020 vom Raumfahrtbahnhof Wenchang in der südchinesischen Provinz Hainan mit einer schweren Trägerrakete vom Typ „Langer Marsch 5“ ins All geschickt. Es handelt sich gleichzeitig um Chinas erste Planeten-Erkundungsmission.

Die chinesische Raumfahrtbehörde (CNSA) teilte unlängst mit, wenn alles nach Plan laufe, werde die fünf Tonnen schwere Sonde, die aus einem Orbiter und einem Landemodul bestehe, nach einem Flug von mehr als 470 Millionen Kilometern in die Umlaufbahn des Mars eintreten. Zu diesem Zeitpunkt werde sich „Tianwen-1“ etwa 193 Millionen Kilometer von der Erde entfernt befinden.

Bislang hat die Marssonde bereits drei Mittelweg-Korrekturen und ein Bahnmanöver im tiefen Weltraum durchgeführt.

Die letzte Phase der „Tianwen-1“-Mission ist Experten zufolge eine weiche Landung des Landemoduls auf dem Utopia Planitia, einem vergleichsweise flachen Bereich im südlichen Teil des Mars, der im Fachkreis allgemein als riesiges Einschlagbecken anerkannt wird, das wichtige Hinweise auf die Erforschung des Sonnensystems liefern könnte.

Quelle: CRI

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