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Baumpflanzer und Waldhüter vergrößern Chinas Forstbestände
2021/03/29

China hat von 2009 bis 2019 insgesamt 70.3 Millionen Hektar aufgeforstet und war damit das Land mit dem größten Zuwachs an Waldressourcen in diesem Zeitraum weltweit. Hinter den stetig wachsenden Waldbeständen stehen die fleißigen Gestalten der Baumpflanzer und Waldhüter.

Der 43jährige Yang Jie ist ein Waldhüter des staatlichen Aufforstungsgebiets Yangwan im Landkreis Yijun in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi. Unmittelbar südlich des Landkreises befindet sich die Basis für die vom Staat initiierte obligatorische Baumpflanzung, die mittlerweile großflächige karge Berghänge in grüne Hügel verwandelt hat.

Nach nahezu 30 Jahren harter Arbeit haben die Menschen im Landkreis Yijun 2.280 mu (152 Hektar) Bäume in diesem 2.400 mu (160 Hektar) großen Pflicht-Aufforstungsgebiet angepflanzt, mit einer Überlebensrate der Setzlinge von über 90 Prozent. Der Park Nanshan, der auf der riesigen Waldfläche errichtet wurde, ist inzwischen zu einem Erholungsziel für gemütliche Spaziergänge geworden.

„Alle Bäume hier wurden im Rahmen der obligatorischen Aufforstungskampagne in den vergangenen Jahrzehnten angepflanzt“, sagt Yang Jie mit Stolz: „Als ich noch in der Grundschule war, habe ich hier an einer Massen-Aufforstungsaktion teilgenommen, und jetzt kann ich die Bäume, die ich mit eigenen Händen angepflanzt habe, immer noch sehen – ich bin so begeistert.“ Yang Jie, der nun fast 10.000 Hektar Wald verwaltet, erklärt: „Die Bäume werden immer dichter, und zugleich wiegt unsere Verantwortung immer schwerer.“

Yan Xiangjin ist Forstwirt und stellvertretender Direktor des Forstamts im Landkreis Siyang in der ostchinesischen Provinz Jiangsu. Seit über 30 Jahren lehrt der 59-Jährige Einheimischen moderne forstwirtschaftliche Erkenntnisse und Technologien. Seine Ausbildungskurse finden in der Regel auf einer Waldfläche statt. Zu den Kursteilnehmern gehören unter anderem lokale Techniker, Baumpflanzer und Bauern.

„Das sind einige wichtige Punkte im Waldgesetz, die eng mit eurer Produktion und eurem Leben zusammenhängen“, betont Yan Xiangjin und holt die sorgfältig vorbereiteten Lehrmaterialien aus seiner Tasche.

Viele Kursteilnehmer fragten sich: „Wie relevant ist das Waldrecht für uns?“ Yan Xiangjin antwortet: „In unserem Landkreis hat beispielsweise die Pappel eine Industrie mit einem Produktionswert von mehr als 17 Milliarden Yuan, und wir alle sind Erwerbstätige in dieser Industriekette. Beim Waldrecht handelt es sich um das Gesetz, das die Arbeit mit Bäumen regelt, von der Anpflanzung über die Pflege bis zur Bewirtschaftung der Bäume.“

Zum Inhalt der Ausbildungskurse gehören selbstverständlich in erster Linie verschiedenartige forstwirtschaftliche Technologien. Es ist gerade die Zeit, in der unzählige Wollläuse auf die Bäume klettern. Die ursprüngliche Methode, um die Wollläuse davon abzuhalten, in die Bäume einzudringen, bestand darin, die Stämme mit gebrauchtem Motoröl einzupinseln, aber das war nicht sehr effektiv. Yan Xiangjin erfand eine neue Methode zur Schädlingsbekämpfung, die sogenannte „Plastikband-Blockierung“, bei der die glatte Oberfläche eines Plastikbandes verwendet wird, um zu verhindern, dass die Insekten den Baum hinaufsteigen. Den Kursteilnehmern zufolge hat sich die neue Methode bereits in der Praxis als effektiv bewährt.

Quelle: CRI

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