Home Über uns Wirtschaft und Handel Kontakt Konsularservice Bildung Presse Links
 
Home > China in Bild und Zahlen
Chinas „618"-Einkaufsfest fördert die wirtschaftliche Erholung
2021/06/21

Chinas diesjähriges „618“-Einkaufsfest hat die Erholung des inländischen Konsums, der stark von der COVID-19-Pandemie betroffen war, weiter angekurbelt. Während des einmonatigen Fests wurden Milliarden von chinesischen Yuan an Konsumausgaben generiert.

Der Online-Händler JD.com meldete einen Anstieg von über 100 Prozent bei der Anzahl der Transaktionen zwischen 12:00 und 12:10 Uhr Beijinger Zeit am Freitag, während Alibabas Tmall eine ähnliche Verdoppelung der Verkäufe in der ersten Stunde an dem Tag verkündete.

Viele Marken verzeichneten ein unerwartetes Wachstum. So meldete Xiaomi zum Beispiel, dass der Umsatz mit seinen Mobiltelefonen zwischen 12:00 und 12:05 Uhr 100 Millionen Yuan (15,5 Millionen US-Dollar) überstieg, während die iPhone-Produkte den gleichen Betrag sogar in nur fünf Sekunden überstiegen.

Wegen COVID-19 können die chinesischen Käufer weiter nicht ins Ausland verreisen, was zu einem Anstieg der inländischen Verkäufe führte. In der Folge schafften es sieben nationale Marken inmitten des Shopping-Fests in die Top 10 der beliebtesten Marken.

In diesem Jahr traten auch die aufstrebenden Kurzvideo-App-Kräfte wie Douyin oder Kuaishou in den Wettbewerb ein und konkurrierten mit den E-Commerce-Giganten JD.com, Alibabas Tmall und Taobao, Suning.com und Pinduoduo um die Gunst der Kunden.

Das Shopping-Festival am 18. Juni begann im Jahr 2010 ursprünglich als Jubiläumsaktion für JD.com, hat sich aber inzwischen zu einem landesweiten Online-Spektakel entwickelt. Es ist vergleichbar mit dem „Singles' Day“ am 11. November („Doppel 11“), der von Alibaba veranstaltet wird. Während der Singles' Day mit westlichen Einkaufstagen wie dem „Black Friday“ verglichen wird, ist das 618-Event aber eher Chinas Äquivalent zum US-amerikanischen Memorial Day.

Online-Shopping-Festivals wie das 618-Fest zur Jahresmitte werden die schnelle Erholung des Binnenkonsums, die durch E-Commerce-Plattformen gefördert wird, weiter vorantreiben, ist sich He Peibin, Analyst bei Ping An Securities, sicher.

Der Inlandskonsum verzeichnete im letzten Jahr, als COVID-19 begann, einen seltenen Rückgang von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und leistete damit sogar einen negativen Beitrag zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Bevor das Virus zuschlug, hatte der Konsum zwischen 2013 und 2019 noch durchschnittlich 60 Prozent zum Wirtschaftswachstum beigetragen.

Nichtsdestotrotz hat der E-Commerce-Sektor mit einem Einzelhandelsumsatz von 11,76 Billionen Yuan im Gesamtjahr 2020 weiterhin für Furore gesorgt - 10,9 Prozent mehr als 2019. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 setzte sich das schnelle Wachstum fort und erreichte 4,8 Billionen Yuan, mit einem Anstieg von 24,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem durchschnittlichen Anstieg von 14,2 Prozent in zwei Jahren.

Viele Einzelhandelsgeschäfte hätten unter dem Einfluss von COVID-19 die Verlagerung ihres Geschäfts ins Internet beschleunigt und damit die Erholung des inländischen Konsums gefördert, sagte Fu Linghui, Sprecher des Staatlichen Amts für Statistik, am Mittwoch.

Der Inlandskonsum habe sich im ersten Quartal dieses Jahres weiter erholt und mit 63,4 Prozent zum Wirtschaftswachstum beigetragen. Das sei viel höher als der 24,5-prozentige Beitrag der Investitionen, so die Statistikbehörde.

Da die heimische Wirtschaft allmählich auf das Niveau vor der Pandemie zurückkehrt, würden sich auch das Verbrauchervertrauen und die Vitalität des Marktes stetig erholen, prognostizierte Li. Die Wertpapierfirma sagt voraus, dass die Wachstumsrate des Konsums in diesem Jahr zwischen 6 und 7 Prozent liegen werde.

Suggest to a friend
  Print