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Markteinführung von 600 km/h schneller Magnetschwebebahn
2021/07/21

Chinas erste Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahn mit einer Spitzengeschwindigkeit von 600 Kilometern pro Stunde rollte am Dienstag in Qingdao in der Provinz Shandong vom Band. Dies bezeichnete einen weiteren großen Erfolg für die Entwicklung des Schienenverkehrs in China.

Bis zur Inbetriebnahme müssen Hochgeschwindigkeitsgleise verlegt und die Magnetschwebebahn noch mehrere Jahre getestet werden. Es wird jedoch erwartet, dass die Bahn Reisezeiten im kommerziellen Betrieb erheblich verkürzen wird. So soll die Fahrzeit zwischen Beijing und Shanghai mit dem Hochgeschwindigkeitszug von derzeit rund fünf auf etwa zweieinhalb Stunden verkürzt werden.

Die Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahn, die ausschließlich in China entwickelt wurde, verfüge über modernste Bahntechnologien, so der Hersteller CRRC Qingdao Sifang, Tochtergesellschaft der staatlichen China Railway Rolling Stock Corp.

Der Zug nutze Elektromagnete, um sich über den Schienen zu halten, und da es keine Reibung durch den Kontakt mit den Schienen gibt, könne der Zug leise und reibungslos fahren, sagte Liang Jianying, stellvertretender Geschäftsführer und Chefingenieur von CRRC Qingdao Sifang.

Zu den Vorteilen des Zuges gehören seine hohe Geschwindigkeit, Sicherheit, Zuverlässigkeit sowie seine große Fahrgastkapazität, Umweltfreundlichkeit und geringe Wartungskosten. Der Zug könne die Lücke zwischen konventionellen Hochgeschwindigkeitszügen, deren maximale Betriebsgeschwindigkeit 350 Kilometer pro Stunde beträgt, und Flugzeugen, die mit Geschwindigkeiten zwischen 900 und 1.000 Kilometer pro Stunde fliegen, schließen, sagte er weiter.

Schätzungsweise könne die Magnetschwebebahn in ca. fünf bis zehn Jahren in Betrieb genommen werden, so Liang.

Dabei hätten Chinas großes Territorium und die dicht besiedelten Städte eine enorme Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-Personenverkehr mit großer Kapazität, sagte Feng Hao, Forscher am Institut für umfassendes Transportwesen der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission.

Die Nachfrage nach solchen Diensten bestehe bereits auf den Bahnstrecken zwischen Beijing und Shanghai, Chongqing und Chengdu in der Provinz Sichuan sowie Guangzhou in der Provinz Guangdong und Changsha in der Provinz Hunan, sagte er.

Die Magnetschwebetechnologie benutze eine Vielzahl von Rohmaterialien wie seltene Erden und Verbundwerkstoffe. Die Erforschung und Entwicklung solcher Technologien würde dazu beitragen, das Wachstum der chinesischen Rohstoffindustrie zu fördern, sagte Zhao Ying, Forscher am Institut für Industrieökonomie in Beijing, das der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften angegliedert ist.

Eine Reihe von Städten plant bereits den Bau von Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahnen und ist laut Verkehrsentwicklungsplänen bereits in die Forschungs- und Bewertungsphase eingetreten - darunter die Magnetschwebebahnlinien Shanghai-Hangzhou und Chengdu-Chongqing.

Zusätzlich zu den bestehenden Magnetschwebebahnlinien in Beijing, Shanghai und Changsha werden in Qingyuan in der Provinz Guangdong und im Landkreis Fenghuang in der Provinz Hunan zwei Kurzstrecken-Magnetschwebebahnlinien mit niedrigerer Geschwindigkeit gebaut. 

Quelle: german.people.com

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