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Autoproduktion und -absatz in China auf neuem Rekordhoch
2014/01/13
 

Produktion und Absatz von Kraftfahrzeugen haben in China mit mehr als 21 Millionen Einheiten im vergangenen Jahr einen neuen historischen Rekord erreicht. Wie der Verband der chinesischen Autoindustrie mitteilte, wuchs die Produktion im Vorjahr um gut 14,7 Prozent, der Absatz erhöhte sich um reichlich 13,8 Prozent. Mit mehr als 21 Millionen Fahrzeugen war die Volksrepublik damit im fünften Jahr in Folge der größte Automarkt weltweit. Gleichzeitig ist der Marktanteil von Autos chinesischer Marken ohne ausländische Joint-Venture-Partner in den letzten beiden Jahren kontinuierlich zurückgegangen.

Ausländischen Medien zufolge steht der boomende chinesische Automarkt in scharfem Kontrast zu anderen Automärkten in der Welt. Nach einem zweistelligen Wachstum im Jahre 2012 stieg der Autoabsatz in den USA im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 1,56 Millionen Fahrzeuge. China brauchte 50 Jahre, um bei Auto-Produktion und –Absatz die 10-Millionen-Marke zu überschreiten. Bis zur Marke von 20 Millionen dauerte es dann ganze vier Jahre. Analysten bezeichnen dieses Wachstum schlicht als ein Wunder. Dazu meint der Vizegeneralsekretär des Verbandes der chinesischen Autoindustrie, Shi Jianhua:

„Im letzten Jahr hat sich die Volkswirtschaft stabil entwickelt. Die Einkommen der Bürger sind gewachsen und damit wuchs die Kaufkraft. Die Nachfrage nach Autos lässt den Automarkt kontinuierlich Jahr für Jahr wachsen. Zudem haben mögliche Beschränkungen für Neuwagenzulassungen in einigen Städten vorzeitige Entscheidungen für den Kauf eines Autos stimuliert."

Inzwischen gibt es in China 120 Millionen Kraftfahrzeuge. Damit entfallen 89 Autos auf 1000 Einwohner. Dieser Wert liegt allerdings noch deutlich unter dem Weltdurchschnitt von 146 Fahrzeugen pro 1000 Einwohner. Deshalb erwartet Shi Jianhua, dass die weitere Stabilisierung von Makroökonomie und die Erhöhung des Verbrauchervertrauens und die Veränderung der Konsumstruktur dem Automarkt zugutekommen werden. Darüber hinaus sorgten eine robuste Nachfrage und die weitere Urbanisierung für einen florierenden Automarkt in China.

„Zu günstigen Faktoren gehört eine robuste Nachfrage nach Autos. Unser Land befindet sich noch in der Phase der schnellen Expansion dieser Nachfrage. Mit den zunehmenden Beschränkungen für Autokäufer in den erst- und zweitrangigen Großstädten verlagert sich die Nachfrage zunehmend in Städte der dritten und vierten Kategorie. Allerdings ist der Pro-Kopf-Autobesitz in China weiterhin viel niedriger als in Japan, Europa oder den USA und liegt sogar noch unter dem Weltdurchschnitt. Insofern hat die chinesische Autoindustrie auch auf lange Sicht noch einen enormen Wachstumsraum. Mit der neuen Urbanisierung wird eine neue Nachfrage nach Autos dort entstehen, wo es bisher kaum eine Nachfrage gab. Die Geschichte hat gezeigt, dass die Urbanisierung die Nachfrage nach bequemen Verkehrsmöglichkeiten ankurbeln wird. Parallel werden Infrastruktur kleinerer Städte und die Ausgaben für öffentliche Einrichtungen ausgeweitet. Auch städtische Logistik, Transport und Umweltpflege werden die Nachfrage stimulieren. All dies öffnet der Branche einen breiten Wachstumsraum."

Laut der Vereinigung werden Auto-Produktion und –Absatz in China auch 2014 um acht beziehungsweise zehn Prozent steigen. Die jährliche Nachfrage werde zwischen 23,85 Millionen und knapp 24,3 Millionen Einheiten liegen. Dabei ist der Absatz von Autos rein chinesischer Marken weiterhin eher rückläufig. So lag der Absatz in dieser Fahrzeugkategorie 2013 bei zirka 7,22 Millionen, was 40,3 Prozent des Gesamtabsatzes bei PKW entspricht. Der Marktanteil rein chinesischer Firmen sank im zweiten Jahr in Folge um weitere 1,6 Prozentpunkte.

(Quelle: CRI)

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