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Stellungnahme des Sprechers der chinesischen Botschaft zum Interview der „Süddeutschen Zeitung" über Taiwan Chinas
2018/10/29

Bezüglich des Interviews der „Süddeutschen Zeitung“ vom 26. Oktober, in dem es um Fragen der chinesischen Region Taiwan geht, gebe ich als Sprecher der Botschaft der VR China in Deutschland die folgende Stellungnahme ab:

1. Dass das Interview der „Süddeutschen Zeitung“ bewusst und vorsätzlich an der Vorstellung von „einem China und einem Taiwan“ strickt und das von der internationalen Gemeinschaft sowie der deutschen Bundesregierung vertretene Ein-China-Prinzip missachtet sowie den sektiererischen Kräften der taiwanischen Unabhängigkeitsbewegung eine öffentliche Plattform bietet, stößt von chinesischer Seite auf starke Unzufriedenheit und fordert entschiedenen Widerspruch heraus.

Die Taiwan-Frage hat in keinerlei Weise etwas mit „Demokratie“ zu tun, sondern betrifft die nationalen Rechte und Interessen Chinas. Wer immer unter dem Mäntelchen des „Waisen der Internationalen Gemeinschaft“ Mitleid erheischt oder unter dem Vorwand von „Menschenrechten“ und „Demokratie“ separatistische Aktivitäten verfolgt, wird unweigerlich scheitern.

2. Taiwan ist ein untrennbarer Teil Chinas. Die Wahrung der nationalen Einheit ist die Grundlinie, an der jeder souveräne Staat einschließlich Deutschlands seine Politik ausrichtet. Die ungeteilte Souveränität sowie die Integrität des Territoriums sind für China ebenfalls Dinge, die unantastbar sind. Das heutige China lässt niemandem irgendwelches Verhalten durchgehen, das eine Provokation oder eine Verletzung seiner Souveränität bedeutet und einen Angriff auf die Integrität seines Territoriums darstellt.

3. Die Menschen zu beiden Seiten der Taiwan-Straße bilden eine Familie, die sich von keiner Macht der Welt auseinanderreißen lässt. Im Jahre 2017 belief sich der Handel zwischen Taiwan und Festland auf 199,3 Mrd. US-Dollar, 5,87 Mill. Taiwaner reisten auf das Festland, um Verwandte zu besuchen, sich zu erholen, zu studieren oder zu arbeiten, und die Investitionen taiwanischer Firmen auf dem Festland betrugen 4,7 Mrd. US-Dollar. Auch wenn China seine vollständige nationale Einheit noch nicht verwirklicht hat, zeigen die wechselseitige Annäherung und Kommunikation doch schon eine gewaltige Wirkung. China wird seine nationale Einheit stets entschlossen schützen und dabei die erforderliche strategische Geduld aufbringen. Wir haben schon mehrfach unterstrichen, dass wir bereit sind, unter der Voraussetzung des einen China über die politischen Fragen hinsichtlich Taiwans gleichberechtigte Verhandlungen zu führen und zu annehmbaren und vernünftigen Regelungen zu kommen.

4. China hat immer Deutschlands Streben nach nationaler Einheit unterstützt. Mit demselben Recht kann es erwarten, dass die deutsche Seite bei Fragen, die das chinesische Volk betreffen, eine vergleichbare Haltung einnimmt und klar erkennt, dass sich die Aktivitäten der taiwanischen Unabhängigkeitsbewegung für die bilateralen Beziehungen sowie für den Frieden und die Stabilität in der Region zerstörerisch auswirken und eine ständige Bedrohung bilden. Es bleibt zu hoffen, dass die deutsche Bevölkerung sich in unsere Lage hineinzusetzen vermag, um besser das anhaltende Streben von 1,3 Mrd. Chinesen nach der nationalen Einheit ihres Landes zu begreifen.

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